Knoblauch

Allium sativum

Knoblauch ist, wie die Zwiebel, aus unserer Küche nicht wegzudenken. Darum wächst auch in unserem Garten immer geügend davon, um uns das ganze Jahr über damit zu versorgen. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass Knoblauch bei uns nur unbefriedigende Erträge bringt (weswegen man im Handel auch fast ausschliesslich ausländischen Knoblauch findet), habe ich die Erfahrung gemacht, dass dem überhaupt nicht so ist. Seit Jahren bauen wir unseren Knoblauch selbst an, wobei wir jedes Jahr wieder Zehen des eigenen Knoblauchs für die Ernte im folgenden Jahr stecken. Und dies ohne Abnahme der Erntemenge und Schädlinge. Dennoch denke ich, dass einige Dinge beachtet werden müssen.

Anbau und Ernte

Die Knoblauchzehen stecke ich immer im Herbst, und zwar im September, so dass die Konoblauchpflanze bereits vor dem Winter Wurzeln schlagen und austreiben kann. Es ist zwar theoretisch auch möglich, Knoblauch erst im Frühling zu stecken, was aber meiner Erfahrung nach zu sehr unbefriedigenden Ergebnissen führt, sprich zu mickrigen Knollen. Die Zehen werden also im September etwa drei bis fünf Zentimeter tief in mit Kompost gedüngte Erde gesteckt - die Zehe muss immer von Erde bedeckt sein. Danach wird sie sich selbst überlassen und im Sommer des nächsten Jahres, im Juli, geerntet. Dabei ist darauf zu achten, dass nicht zu spät geerntet wird. Also eher nicht darauf warten, bis das Laub ganz welk und gelb (oder sogar trocken) geworden ist, da zu diesem Zeitpunkt die Aussenhülle, die die Knoblauchknolle umgibt, bereits in Auflösung begriffen ist und so die einzelnen Zehen unansehnlich werden und nicht mehr so einfach aus dem Boden geholt werden können. Die Knolle wird also ausgegraben, von Erde befreit und einige Tage in der Sonne getrocknet.

Lagerung

Nach dem Trocknen wird der Knoblauch bei uns in einer Kiste oder offenen Schachtel an einem kühlen, schattigen Ort aufbewahrt, wobei die schönsten Knollen beiseite gelegt werden als Saatgut. Den Winter über liegt der Knoblauch in derselben Kiste in einem nicht frostfreien Raum, was den frostfesten Knollen überhaupt nicht schadet. Wenn die Zehen dann gegen den Frühling hin auszutreiben beginnen, hacken wir sie klein und frieren sie ein (wobei der Tiefkühler danach leider tagelang nach Knoblauch riecht). So haben wir bis zur neuen Ernte Knoblauch zur Verfügung.

Mischkultur

Knoblauch wächst bei uns nie allein auf einem Beet, er lässt sich gut mit anderen Pflanzen kombinieren. Allerdings erfordert dies ein bisschen Planung, da der Knoblauch bereits im Herbst gesteckt werden muss und die anderen Kulturen erst im folgenden Jahr dazukommen - ausser bei Erdbeeren, wo er einfach zwischen die Pflanzen gesteckt wird. Ich kombiniere Knoblauch sehr gerne mit Salat, Paprika oder Tomaten - er mag übrigens auch das Klima im Tomatenhaus sehr!